Wohngebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung steht in Deutschland unter erheblichem Druck, was zu steigenden Prämien und Kündigungen führt. Einige Versicherer haben für das kommende Jahr Beitragsanpassungen zwischen 10 und 30 Prozent angekündigt. Der Assekuradeur AS-Direkt informierte seine Kunden sogar über Erhöhungen von 70 Prozent für Mehrfamilienhäuser und 80 Prozent für Einfamilienhäuser.
Diese Entwicklungen resultieren aus gestiegenen Arbeits- und Materialkosten sowie vermehrten Extremwetterereignissen, die zu hohen Schadenaufwendungen führen. Im ersten Halbjahr 2024 beliefen sich die Schäden durch Naturgefahren auf 3,9 Milliarden Euro.
Infolge dieser Herausforderungen ziehen sich einige Versicherer aus bestimmten Segmenten zurück oder passen ihre Zeichnungspolitik an, was zu Bestandsverlusten führt. Laut einer Analyse der V.E.R.S. Leipzig GmbH mussten 26 der 50 größten Wohngebäudeversicherer im Jahr 2023 sinkende Vertragsbestände verzeichnen. Sieben von ihnen verloren jeweils mehr als 5.000 Policen, wobei der größte Verlust bei fast 200.000 Verträgen lag.
Diese Entwicklungen verdeutlichen die angespannte Situation auf dem Markt der Wohngebäudeversicherungen, die sowohl Versicherer als auch Versicherte vor erhebliche Herausforderungen stellt. Für einen Vergleich, klicke auf den Text
siehe auch procontra.de