Was die (vermutlich) neue Bundesregierung plant.
Im Sondierungspapier von CDU und SPD wird die Einführung einer verpflichtenden Elementarschadenversicherung diskutiert. Ziel ist es, die Versicherungsdichte gegen Schäden durch Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Erdrutsche zu erhöhen. Aktuell sind weniger als 50 Prozent der Immobilien in Deutschland gegen solche Extremwetterereignisse versichert. Die SPD schlägt vor, dass Versicherungsunternehmen verpflichtet werden, zu jeder Wohngebäudeversicherung auch eine Absicherung gegen Elementarschäden anzubieten. Dieses Modell orientiert sich an dem französischen System, bei dem eine solche Zusatzversicherung durchschnittlich 26 Euro pro Jahr kostet. (siehe: Regional Heute und tixo.de )
Die Union hat einen Antrag eingebracht, der vorsieht, dass im Neugeschäft Wohngebäudeversicherungen nur noch mit einer Elementarschadenabsicherung angeboten werden, die nach Belehrung über die Konsequenzen abgewählt werden kann (Opt-out). Für bestehende Verträge soll eine Erweiterung um eine Elementarschadenversicherung erfolgen, die innerhalb einer bestimmten Frist ebenfalls abgewählt werden kann. (siehe auf der Seite des Bundestages )
Die Einführung einer solchen Versicherungspflicht soll sicherstellen, dass Eigentümer finanziell besser gegen die Folgen von Naturkatastrophen abgesichert sind und nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sein müssen. Allerdings gibt es innerhalb der Parteien noch Diskussionen über die genaue Ausgestaltung und Umsetzung dieser Maßnahme. (siehe auf der Seite des Bundestages )