Datenschutz Beauftragte schlagen Alarm
Die Landesdatenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Bettina Gayk, hat Ermittlungen gegen zehn Versicherungsunternehmen eingeleitet. Der Vorwurf lautet, dass diese zusammen mit etwa 30 weiteren Versicherern personenbezogene Daten von Kunden in der Auslandsreisekrankenversicherung unrechtmäßig untereinander ausgetauscht haben, um Betrugsfälle aufzudecken und Betrugsmuster zu erkennen. Hierbei wurden sensible Informationen wie medizinische Diagnosen und Daten von Minderjährigen über einen geschlossenen E-Mail-Verteiler geteilt, auf den in den jeweiligen Unternehmen meist mehrere Personen Zugriff hatten. Diese Praxis führte dazu, dass auch Versicherungen Zugriff auf Daten hatten, ohne direkten Kontakt zu den betroffenen Personen zu haben. Zudem fehlten angemessene Schutzvorkehrungen für die Informationen sowie Maßnahmen zur Wahrung der Betroffenenrechte.
Besonders kritisch sieht Gayk die Umgehung des Hinweis- und Informationssystems (HIS), das seit Jahren im Versicherungssektor etabliert und mit den Datenschutzaufsichtsbehörden abgestimmt ist. Dieses System bietet klare Richtlinien für den datenschutzkonformen Austausch über potenzielle Betrugsfälle. Der rechtswidrige Datenaustausch wurde mittlerweile eingestellt, jedoch sind die Prüfungen noch nicht abgeschlossen. Bei festgestellten Datenschutzverstößen können die Behörden Bußgelder verhängen. Mehr Infos auf Procontra
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Bei einem Verstoß und entsprechenden Verurteilungen wäre womöglich mit einer Preissteigerung zu rechnen. Die Kosten würden sicher — zu mindest in Teilen — abgewälzt. Mehr auf Procontra (click auf den Beitrag)